Und ich spoilere auch glaube ich zu viel. Also wer Sixteen Moons noch lesen will, sollte vielleicht das hier nicht lesen.
Ein Abend mit Dir, Hans Kruppa
Ich hatte Hans Kruppa eigentlich als jemanden in Erinnerung, der schöne Gedichte schrieb, aber dieses Buch ist von Anfang an so überladen mit Schnulz (ich lese eigentlich ganz gerne Schnulz, aber nicht solchen Tropf-Schnulz, wo man Angst hat, dass jetzt nach dem Satz etwas ganz schlimm Verliebtes kommt) und Klugscheißerei und Alles-in-einem-Buch-unterbringerei, das ist ganz schrecklich. Von den ersten fünf Seiten (wenn ich überhaupt soweit gekommen bin) war mir das Buch schon unsymphatisch und das hat sich leider nicht geändert, als der Protagonist seiner Angebeteten von seiner schrecklichen Zeit als Lehrer erzählt. Das Buch war echt fast ein Würg-Reflex und ich habe es nicht zuende gelesen oder das schon, aber dafür ganz viel überblättert.
Reise über das Meer zur unbekannten Schönen,
Märchenerzählung im mittelalterlichen Dänemark um drei Kinder, von denen eines dem Wind versprochen wurde und die beiden anderen ihn schützen. Germand, der Sohn des Gutsherren wächst auf und Aage und Agnete wachen über ihn, bis er erwachsen ist und von einem Spielmann von der schönsten Frau erfährt, die einmal quer über das Meer wohnt. Abenteuerlustig macht er sich mit Aage auf die Reise.
Ganz schöne Geschichte, aber leider doch nicht allzu außergewöhnlich für ein Daumen-hoch.
Sixteen Moons, und
Ethan sitzt fest in einer Kleinstadt, seine Mutter ist bei einem Autounfall gestorben (von dem leider nicht allzuviel berichtet wird) und sein Vater hat sich seitdem fast nur noch im Arbeitszimmer eingesperrt. Hätte er nicht seine Pseudo-Großmutter Amma (sein Kindermädchen) und seinen besten (und einzigen) Freund Link, würde er sich ziemlich langweilen und verwahrlosen.
Zumindest bis die neue Schülerin auftaucht.
Lena, das Mädchen, von dem er immer geträumt hat, ziemlich wirre Träume, in denen er vom ertrinken träumt und nass aufwacht.
Was jetzt folgt ist eine richtige Kleinstadtpsychogeschichte. Lena wird in der Schule ziemlich gemobbt, weil sie einfach anders ist und diese Stadt das nicht ertragen kann. Das da irgendwie auch dunkle Mächte im Spiel sind ist im Nachhinein ziemlich abstrus.
Die Geschichte zwischen Ethan und Lena ist am Anfang eine reine Freundschaft mit dem komischen Zusatz des gedanklichen Kommunizierens (was für Ethan seltsamerweise ganz normal ist; ja gut bei Lena würde ich das noch verstehen, obwohl es wohl auch selten ist, aber bei Ethan, dem Sterblichen, das er da nicht mal etwas hinterfragt... Das ist zudem noch bevor Lena das dunkle Geheimnis nach langem Zögern ans Licht bringt, dass sie übersinnliche Kräfte hat), obwohl beide doch Gefühle haben und meiner Meinung nach wird mindestens zu zwei Drittel in dem Buch entweder vom Mobben in der Schule oder von der oberflächlichen und ziemlich verstockten Beziehung der Beiden berichtet. Dazu kommt die Vodoo-Oma und der beste Freund, der sich mit Lenas böser Cousine einlässt. Ich will hier jetzt nicht allzuviel von der Hexen/Zauberer/Caster-Geschichte erzählen, weil das für mich nicht allzu spannend war. Von dem Buch bin ich wirklich ziemlich enttäuscht. Und noch was: Es ist ja ganz nett, dass mal ein Junge eine Hauptrolle spielt, aber dieser Junge ist nicht gerade männlich zu nennen.
Wer eine bessere Geschichte über ein Mädchen mit Zauberkräften lesen mag, der soll sich mal an das 2000 herausgegebene "Im Kreis des Feuers" von Marianne Curley wagen.










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